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Es ist noch gar nicht so lange her, da war das östlichste Dorf der Insel durch Landwirtschaft geprägt. Dann entdeckten die Urlauber das Stille Morsum, das sich seine Idylle weitab von Hektik und Lärm bis heute bewahrt hat. Ob Urlaub in der Ferienwohnung, auf dem Bauernhof oder auf dem Campingplatz inmitten der Wiesen – hier geht es noch persönlich zu, ist die anonyme Vermietung der Bettenburgen verpöhnt. Morsum vermag den Gast mit einer traumhaften Landschaft zu begeistern: Da sind die ausgedehnten Wiesen und Felder, die zu ausgiebigen Radtouren und Wanderungen einladen bis hin zum Nösse-Deich, der von grasenden Schafen gesäumt wird. Ganz im Osten schließt sich eine malerische Heidelandschaft an, in der so seltene Pflanzen wie Enzian oder Knabenkraut gedeihen. Der Weg führt weiter zum Morsum-Kliff, in dem sich zehn Millionen Jahre Erdgeschichte offenbaren. Einzigartig ist diese geologische Formation, denn die Eiszeit hat das Kliff, das bis zu 20 Meter steil abfällt, gleichsam ausgefächert: Schwarz ist das Glimmerton-Kliff, rot das Limonitsandstein-Kliff und weiß das Karolinsand-Kliff. Das Morsum-Kliff gehörte 1923 zu den ersten Sylter Landstrichen, die unter Naturschutz gestellt wurden. Heute wird das Kliff von der Naturschutzgemeinschaft Sylt betreut, die Interessierten dieses erhabene Monument bei Führungen näherbringt. Nahe des Kliffs befindet sich ein Pavillon, der neben einer naturkundlichen Sammlung viel Informatives über die Geologie, Flora und Fauna des Gebietes zeigt. In Morsum selbst bildet das schmucke Kurhaus namens Muasem-Hüs den Mittelpunkt. Hier finden das ganze Jahr über ausgewählte Veranstaltungen statt, die von der »Oper auf dem Dorf« über Kunstausstellungen bis zum Weihnachtsmakrt reichen. Orgelkonzerte werden in der kleinen Kirche St. Martin dargeboten. Der Gesundheitsaspekt kommt in der kurmittelabteilung des Muasem-Hüs zum Tragen, während die örtlichen Restaurants bestens für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Morsum – so schön kann Urlaub sein. |